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Station 19: Germanisches Nationalmuseum

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Lage: Kartäusergasse 1

Beschreibung: Das Germanische Nationalmuseum beherbergt eine sehr sehenswerte Ausstellung wissenschaftlicher Instrumente. Zu sehen sind zahlreiche Tisch- und Reisesonnenuhren, darunter zahlreiche aus Elfenbein, einige Globen - sowie zahlreiche der Vermessung dienende astronomische Instrumente. Ausserdem kann hier der erste heute noch erhaltene Erdglobus von Martin Behaim bestaunt werden, den er "Erdapfel" nannte.

Um 1490 fertigte ein Glockengießer eine Lehmkugel, die mit in Leim getränkten Leinen ummantelt wurde. Nach dem Trocknen wurde die Kugel in zwei Hälften zerschnitten und der Lehmkern entfernt. An den Rand einer Halbkugel wurde ein Holzreifen so befestigt, dass er zur Hälfte herausragte. Mit Holzstiften wurde daran die zweite Kugelhälfte befestigt und darauf dann einige Schichten Papier geleimt. Es folgte ein Überzug aus kräftigem Leder die aus acht zusammengenähten Einzelteilen bestand. Darauf wurde eine weitere Papierschicht aufgetragen und bemalt. Der Zeichner und Miniaturenmaler Georg Glockendon wurde mit der Bemalung beauftragt. Er benötigte 15 Wochen.
Selbst nach der Entdeckung Amerikas blieb der Behaim-Globus zunächst noch gültig. Als im März 1493 Columbus von seiner ersten Entdeckungsreise zurückkehrte, war dies jedoch wenige Wochen später in Nürnberg bekannt.